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Zum vierten mal hieß es am 25. und 26. Juni 2011 “It´s Blackfield Time”. Nachdem uns in den letzten Jahren immer wieder zu Ohren gekommen ist, dass es ein sehr überschaubares und gemütliches Festival ist, und auch das Line-up einen schönen Querschnitt durch alle Bereiche der schwarzen Musik bot, machten wir uns dieses Jahr auch Samstag Morgen auf den Weg in den Pott. Befaffnet mit einem großen Schirm enterten wir gegen 12:30 dann endlich das Festivalgelände. Das Wetter war an diesem Samstag alles andere als Festival-Freundlich gestimmt.

Beim Eintreffen an der Bühne bekamen wir noch die letzten Klänge von “Burn” zu hören, die schnörkellosen Gothrock zum besten gaben. Die Location Amphitheater hat wirklich etwas für sich. egal an welchem platz auf der Tribüne man sich befindet, man hat immer eine großartige Sicht. Und auch die Akustik lässt keine Wünsche übrig. Vor der Bühne war zu dieser Zeit noch recht wenig los, lediglich unter dem vorm Regen schützenden “Sonnen”segel standen einige Besucher.

Das schöne am Blackfield ist, dass es nur eine Bühne gibt auf der die Act der Reihe nach spielen, was ein hin und her rennen zwischen verschiedenen Stages unnötig macht. So kann man auch in aller Ruhe das Angebot der Händler checken die sich auf dem Gelände tummeln. Im Großen und Ganzen kann man aber sagen, dass die Auswahl doch recht übersichtlich war. Vergleichen mit anderen Events dieser Art war es wirklich wenig.

Mit der Zeit füllte sich das Gelände aber doch mit vielen Anhängern der schwarzen Musik. Jedoch blieb uns der Regen beständig erhalten, so das der Schirm unser ständiger Begleiter blieb. Schade eigentlich.

Viel überragendes gab es auch nicht zu bestaunen auf der Bühne. Für die, die Action auf der Bühne erwarten war wohl eher der Sonntag eingeplant. Als beste Bühnenshow am Samstag würde ich die von IAMX küren, der liegend springend sitzend und herumwirbelnd seine Songs präsentierte. Den ungekrönten Abschluss des Tages bot AND ONE. Ich konnte die Band schon oft live erleben, und habe mich sehr auf diesen Auftritt gefreut. Was ich aber zu sehen bekam war zumindest in der ersten hälfte ein sehr gequälter Steve Nagavy, der sich verzweifelt bemühte gute Miene zu den zur Zeit stattfindenden Bandinternen Problemen zu machen. In der zweiten hälfte des Auftritts wurde es dann etwas besser. Aber auch das konnte den Auftritt nicht mehr retten. So ging der Samstag ruhmlos zu ende. Zum Glück war wenigstens für den nächsten Tag besseres Wetter angesagt.

Sonntag Mittag wieder auf dem Gelände angekommen. Kein Regen mehr juhu. Noch etwas bewölkt, sehr angenehm. Unser erster “Must-See” Auftritt war Stahlband, für den ich auch in der Vergangenheit hier schon mal eine Rezension veröffentlicht habe. Die vier silber geschminkten Mannen ließen es auch um diese Zeit schon richtig krachen und verstanden es das Publikum mit Ihren Songs “Stahlmann” oder “Hass mich, Lieb mich” direkt zum mitmachen zu bewegen.

Ein weiterer Höhepunkt am Sonntag war eindeutig der Auftritt der Letzten Instanz, die es wie immer im Handumdrehen schafften Stimmung  ins Publikum zu bringen und damit das Theater im null Komma nix zu füllen. Mein absoluter Favorit an diesem Tag sollte aber Combichrist werden, der für mich zu einer der besten Live-Acts gehört. Geschmackssache natürlich. Leider gab es nach dem dritten Song technische Probleme die auch nach längerer Zeit nicht behoben werden konnten. Auch ein Versuch den Auftritt akustisch zu beenden brachte nicht den gewünschten Erfolg. So verließen die vier die Bühne mit den Worten:” What´s the best at playing in an industriel Band?…..Nothing!!”.

Zum Glück konnten die Probleme bis zum Auftritt von Eisbrecher wieder behoben werden. So konnten Alex und seine Jungs in gewohnter Manier mit viel Krach das Publikum rocken. Für mich der heimliche Headliner des Sonntags.Zu Schluss gab es bei Schandmaul für die Freunde der Mittelalterlichen Klänge noch einmal die Gelegenheit die Füße fliegen zu lassen.

Fazit des Festivals wie man vielleicht auch schon dem Text entnehmen kann, ein sehr ruhiges und stressfreis Festival mit viel Sitztätigkeit im Bereich der Tribüne. Ich persönlich muss sagen, dass mir so ein bisschen die Highlights gefehlt haben und eine längere Anreise bestimmt nicht mein Fall wäre. Aber für um die Ecke war es eine schöne Sache.

Der Lykanthrope!